Ev.-Luth. Kirchgemeinde Dresden-Prohlis

Ostern begründet die Hoffnung an Gräbern

Eigentlich sollte im Frühjahr die Fotoausstellung „Hoffnung auf Gräbern“ in der Prohliser Kirche gegen eine Neue ausgetauscht werden. Doch halt, lassen wir sie doch ruhig noch über Ostern hängen. Die Hoffnung auf und an Gräbern funktioniert ja nur wegen Ostern. Das Grab in Jerusalem, in das man den Leichnam von Jesus gelegt hatte, war am Ostersonntag leer. Ein Bote Gottes sagt den erschrockenen Frauen am Grab: „Jesus ist nicht hier, er ist auferstanden, wie er gesagt hat.“ Später begegnen sie und viele andere dem Auferstandenen und ganz langsam wächst der Glaube daran, dass der Tod nicht mehr das Letzte ist. Jesus selber hat ja gesagt: „Ich bin die Auferstehung und das Leben, wer an mich glaubt wird leben, auch wenn er stirbt.“ Jh. 11, 25

Oft wird der Auferstandene so dargestellt, wie auf diesem Grabstein. Schwebend erhebt er die Hände zum Segen. Unter diesem Segen liegt der Sarg eines 59 Jahre alten Mannes begraben. Die Hinterbliebenen haben mit dem Grabstein ihrer Zuversicht Ausdruck verliehen, dass er jetzt ein ewiges Leben in Gottes neuer Welt begonnen hat. Er ist da, wo der Auferstandene ist. Diese Zuversicht erwächst aus dem Ostergeschehen. Seit Ostern, seit der Auferstehung hat unser Leben eine unglaubliche Perspektive gewonnen – die weit über das hinausgeht, was jetzt und heute ist. Und darum ist die Hoffnung an Gräbern nur ein Teil der Freude, die wir zu Ostern geschenkt bekommen haben. Auch im ganz normalen Alltag lässt uns die Auferstehungshoffnung gelassen werden – wir müssen nicht jetzt und hier alles haben wollen, unbedingt jeden Tag Spaß erleben, nicht alle Anforderungen perfekt erfüllen – nein, das Leben jetzt und hier ist nur Teil eins – es gibt ja noch Teil zwei von dem wir jetzt nur ahnen können, wie wunderbar der sein wird.

Eine Sache wäre aber noch: Die Hoffnung an Gräbern beginnt da, wo ich an Jesus glaube, mir von ihm immer wieder Vergebung meines Versagens und meiner Schuld schenken lasse und in einer intensiven Beziehung zu Jesus mein Leben gestalte. Da gilt die Zusage der Auferstehung, des erfüllten Lebens und die Osterfreude leuchtet auf. Genau das drückt sich eben auch in den Fotos der Ausstellung „Hoffnung auf Gräbern“ aus. Lassen wir sie also noch ein Weilchen hängen.

Ihr Michael Sollfrank

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