Ev.-Luth. Kirchgemeinde Dresden-Prohlis

Wir sind die Reben!  

Haben Sie in den letzten Wochen in den herrlichen Besenwirtschaften gesessen und einen guten Wein genossen? Das ist für mich der Inbegriff des Sommers. Jetzt geht es auf den Herbst zu und ich freue mich schon auf eine Weinbergswanderung mit vielen Informationen zum Weinanbau. Vielleicht kann ich mir ja ein paar Tipps holen, denn auf meinem Balkon habe ich seit diesem Jahr zwei Weinstöcke.
Oft, wenn ich abends draußen saß, ging mir deshalb dieser Bibelvers aus Johannes 15 durch den Kopf: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, bringt viel Frucht“.
Frucht bringen, das hört sich anspruchsvoll an. Heißt Frucht bringen bei Gott, jetzt loslegen mit allen möglichen christlichen Aktivitäten, mehr Kreise, mehr Feste, mehr Chorproben?
Wenn ich mir so meine Weintrauben ansehe, müssen die nicht viel machen, sie dürfen einfach nur da hängen und sich von der Sonne bescheinen lassen. Sie müssen einfach nur am Weinstock bleiben, dann wachsen sie. An Christus, an Gott dranbleiben, hieße das dann ja für uns. Meist würden wir lieber autark sein, unser Leben selbst bestimmen und in die Hand nehmen. Wenn der Job auf einmal weg ist oder die Krankheit da, dann merken wir, dass das nicht so einfach geht. Wir haben unser Leben nicht selbst in der Hand. Aber egal, was passiert, wir haben es gut: Wir können uns bei Gott wie die Weintrauben einfach hängen lassen. Wenn wir uns an ihn halten, kann nichts passieren. Und als Weinbeeren sind wir nie allein. Eine Weintraube besteht aus vielen Beeren. Glaube lebt sich am besten in Gemeinschaft, im gemeinsamen Reden, Singen, Beten und Feiern. In diesem Sinn: Bleiben Sie dran, an unserem Gemeindeleben, am Glaubensleben, am Leben mit Gott!

Ihre Pfarrerin Bettina Reinköster 

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